Bayerische Mannschaftsmeisterschaft im Vierkampf in Erlangen

Willi Steinberger, Wolfgang Weber, Dieter Steinberger und Wolfgang Köpf
gewannen wieder den Wanderpokal der bayerischen Vierkampfmeisterschaft und qualifizierten sich damit für den Donaupokal, der heuer in Melk in Österreich ausgerichtet wird.
Die Oberliga Vierkampf wird in 4 verschiedenen Disziplinen am kleinen Tisch ausgetragen. Jede Mannschaft stellt 4 Spieler, die in der Freie Partie, im Einband, im Cadre 35/2 sowie Cadre 52/2 zum Einsatz kommen.
Letztes Jahr hatte der Billard-Club Kempten diesen Teamwettbewerb am kleinen Tisch ganz knapp gegen den SV Vötting gewonnen. Dieses Jahr meldeten sich sogar 4 Mannschaften an, da aber Pfaffenhofen im letzten Moment zurückzog, kam es heuer in Erlangen zu einem Mannschaftsfinale, das mit Hin-und Rückspiel abgewickelt wurde. Das bedeutete eine Doppelrunde, das heißt an einem Wochenende jeweils 4 Spiele für alle Beteiligten.
Der Titelverteidiger aus Kempten hatte auch die diesjährige Oberliga Mehrkampf gewonnen, galt demnach als klarer Favorit, aber man war sehr gespannt auf die Konkurrenz aus Vötting, die wieder mit den bayerischen Einzelmeistern Benedikt Gruber und Frank Müller anreisten.
1.Spielrunde, BCK 6:2 gegen Erlangen
Zuerst traten der BCK und die Mannschaft des ATSV Erlangen gegeneinander an. Wolfgang Weber verlor in der Freien Partie knapp gegen Jörg Meinert. Willi Steinberger setzte sich im Einband durch, Wolfgang Köpf kämpfte siegreich im Cadre 35/2 und Dieter Steinberger wurde klarer Sieger im Cadre 52/2, was unterm Strich den 6:2 Sieg und 2 Siegpunkte für die Illerstädter bedeutete.
2.Spielrunde, Vötting 6:2 gegen Erlangen
In der 2.Runde traf sodann der SV Vötting auf die Erlanger, die man eigentlich aufgrund ihres Heimvorteils durchaus als Mitfavorit erwartet hatte.
Doch es geschah die erste große Überraschung des Turniers, denn der Ersatzmann für Vötting in der Freien Partie, Rigobert Kurtz, eigentlich nur bekannt als Dreibandspezialist, siegte mit starker Leistung gegen den erfolgsgewohnten Serienspieler Jörg Meinert. Frank Müller und Benedikt Gruber sicherten zudem die weiteren Punkte für den Vöttinger Sieg mit 6:2.
- Spielrunde, BCK 6:2 gegen Vötting
Danach die zweite Überraschung! Der BCK setzte sich mit 6:2 gegen die vorhin so stark auftretenden Vöttinger durch. Der Vöttinger Kurtz war nach seinem Auftaktsieg total platt,
so dass ihn Weber mit 45 zu 13 in 10 Aufnahmen mühelos in Schach halten konnte. Müller ließ Dieter im Einband keine Chance, aber dafür setzten sich ganz stark Willi Steinberger
und Wolfgang Köpf im Cadre durch.
- Spielrunde, BCK 6:2 gegen Erlangen
Nun kam es am Samstagabend zum Rückspiel zwischen Erlangen und Kempten und wie im ersten Spiel ergab die Gesamtabrechnung 6:2 für Kempten und wieder ließ nur Weber gegen Meinert die Punkte liegen.
Am Sonntagvormittag war nun die Ausgangslage wie folgt: Der SV Vötting brauchte bei seinen Rückspielen gegen Erlangen und Kempten jeweils einen Sieg um den Vorsprung Kemptens zumindest ausgleichen zu können.
5.Spielrunde, Vötting 4:4 gegen Erlangen
Jedoch bereits das folgende 4:4 Unentschieden gegen Erlangen bewirkte, dass Kempten von Vötting nicht mehr eingeholt werden konnte. Die Entscheidung um die Plätze war gefallen und der BCK konnte sich zum Schluss sogar ein 4:4 Unentschieden gegen Vötting erlauben.
- Spielrunde, BCK 4:4 gegen Vötting
Dieter revanchierte sich im Einband bei Müller, gewann 125 zu 107 in 9 Aufnahmen und Willi blieb mit seinem 4ten Sieg, diesmal im Cadre 35/2, als einziger Turnierteilnehmer ungeschlagen.
Gesamtwertung:
- BC Kempten: 7:1 Punkte, 28,26 Schnitt
- SV Vötting: 4:4 Punkte, 29,32 Schnitt
- ATSV Erlangen: 1:7 Punkte, 13,05 Schnitt
Einzelwertung:
Wolfgang Weber, 2:6 Punkte, 6,87 Schnitt
Wolfgang Köpf, 6:2 Punkte, 5,68 Schnitt
Dieter Steinberger, 6:2 Punkte, 8,56 Schnitt
Willi Steinberger, 8:0 Punkte, 9,98 Schnitt
VIRIBUS UNITIS, mit vereinten Kräften, das ist das Motto
des Vierkampfpokals, der wieder nach Kempten geholt wurde.
Bericht und Foto: Walter Steinberger Redaktion: Christa Chevalier
