Mehr Raum für die sportliche Entwicklung von Frauen im Billard
Welche Eignungen bringst du für das Amt der Gleichstellungsbeauftragten mit?
Ich sehe, dass in unserem Sport wahnsinnig viel zu tun ist. Wir haben in unseren Vereinen noch zu wenige Frauen. Der Frauenanteil im organisierten Billard in Deutschland liegt gerade Mal bei 5 %. Viele Frauen begegnen Vorurteilen und sie fühlen sich nicht ernst genommen.
Ich kann meinen Standpunkt zum Thema Sexismus konfrontativ und argumentationsstark vertreten, scheue in diesen Fragen keine Konflikte und Debatten.
Welche Ziele hast du als Gleichstellungsbeauftragte?
Frauen sollen mehr Raum für sportliche Entwicklung bekommen. Ich wünsche mir aufmerksame, reflektierte Männer in Clubs und Verein, einladendere Atmosphären, in der auch Frauen sich wohlfühlen können. Es soll ein moderner fortschrittlicher feministischer Zeitgeist einziehen.
Persönliches, Sport und Verein:
„Billard ist mir ins Blut gelegt“ sagt die Gleichstellungsbeauftrage des BBV, Martina Gayer. „Meine Eltern haben beide Billard gespielt. Ob sich meine Mama und mein Papa beim Billard kennengelernt haben, weiß ich nicht. Jedenfalls hat mein Papa im Keller einen Snooker- und einen Pooltisch aufgestellt und das Haus drüber gebaut. So erzählt es jedenfalls meine Mama.“
Bis heute ist Martina dem Billardsport eng verbunden. Sportlich zu Hause ist sie beim BC Haunstetten. Dort war sie die letzten vier Jahre Mitglied und Captain ihrer Kreisligamannschaft. Neben der sportlichen Betätigung bringt sie sich auch in die Vereinsarbeit u.a. bei der Organisation der Bezirksmeisterschaften ein.
Und sonst so: Saisonal widmet sich Martina Gayer ihrem Hobby Nr. 2, dem Fallschirmspringen.
Ihr erreicht Martina Gayer unter dieser e-Mail-Adresse: GSB@billard.bayern
Foto: Christiane Briem
Interview und Redaktion: Christa Chevalier
